Beckenboden

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Diese Rubrik gestaltet Gabriele Klecok und alle Rechte liegen bei ihr. Gabriele wird uns regelmäßig Einblicke und Übungen zum Beckenboden geben. Diese Einblicke und Übungen können Dir dienen oder eben auch nicht. Vertraue immer nur Deinem eigenen Gefühl. Du alleine hast die Verantwortung für Dein Leben.

04.04.2024 Beckenboden: Vom Pilates zur Bewegungspädagogik zum Beckenboden

04.04.2024 Beckenboden: Wer ist Gabriele Klecok

04.04.2024 Beckenboden: Vom Pilates zur Bewegungspädagogik zum Beckenboden

Akademie magische Medizin
Beckenboden

Anfang der 2000er habe ich für mich Pilates entdeckt. Von Tag 1 an war das MEINE Methode! Vieles erinnerte mich an meine Ballettzeit: eine gewisse Strenge, Regeln (auch wie man sich im Studio und mit den Geräten verhält), Respekt, Tradition, Routine, Regelmaß, Ästhetik. Es war ein Rahmen, der Sicherheit bot, in dem man sich entwickeln und physisch noch mal anders entdecken und herausfordern konnte.

Was mich aber von Anfang an stutzig gemacht hat, war der Satz in meiner Ausbildung: „Wir weisen den Beckenboden nicht extra an! Er ist ohnehin immer dabei“. JA. Aber WIE ist er dabei?

Meine Vorstellung vom Beckenboden

Ich hatte damals nur eine vage Vorstellung vom Beckenboden. Und dann ist man in den Ausbildungsjahren und in den ersten Jahren, in denen man die Methode authentisch vermitteln möchte, mit so vielen anderen Dingen beschäftigt: die Integrität der Methode beibehalten, quasi ein Erbe fortführen, Stunden unterrichten, sich auf die einzelnen Kunden einlassen, sie in ihrem Training begleiten und weiterbringen.

Erst mit der Zeit, wenn sich eine gewisse Routine beginnt einzustellen, fängt man an, nach und nach „out of the box“ zu denken und auch Dinge aus der Ausbildung zu hinterfragen.

Und dieser Beckenboden-Spruch ist mir nie aus dem Kopf gegangen.

Wie die Bewegungspädagogik meine Vorstellung vom Beckenboden verändert hat

Mit meiner Bewegungspädagogik Ausbildung hat sich dann mein Unterrichten, mein Blick und Umgang mit meinem eigenen Körper und das Lesen der anderen Körper noch einmal komplett verändert.

Funktionen verstehen und vermitteln.
Wahrnehmen und Zeit zum Nachspüren.
Leichtigkeit.
Spielerisches.
Vertrauen in den Moment.

Das Becken hatte in dieser Ausbildung einen ganz zentralen Raum. Und das hat mich einfach gepackt!

Über das Becken kann man alles regeln. Es ist einfach der zentrale Dreh- und Angelpunkt für Haltung und Wohlbefinden.
Hüftgelenke, bewegliches Becken – das ist gleichzeitig komplex und so logisch!

Und dann packt man die Muskeln dazu!

Beim Beckenbodenmodul in meinem 2. Lehrjahr dachte ich nur: wie cool ist das denn? Wie klar nachvollziehbar und wie simpel eigentlich – zumindest im Spüren und Ansteuern.

Dann im 3. Lehrjahr die Organe. Männliches und weibliches Reproduktionssystem verkörpern. Es war einfach faszinierend und zu keinem Moment merkwürdig oder peinlich!

Ich bin unserer Lehrerin, Laura Hames Franklin, so dankbar, dass sie sich in dieser Ausführlichkeit so sehr für diese Inhalte eingesetzt hat.
Es war ein ganz besonders prägendes Lehrjahr, das mir sehr dabei geholfen hat, meine Schwerpunkte für mich in ihrer Deutlichkeit zu sehen und zu formulieren!

Das Kraft- und Bewegungszentrum Becken ganzheitlich entdecken

Jetzt darf ich meine Begeisterung für den Schwerpunkt „Kraft- und Bewegungszentrum Becken“ weitergeben.

Nicht nur um meiner Begeisterung willen, sondern weil ich den Eindruck habe, dass rund um die Themen Becken, Beckenboden, Beckenorgane einiges im Nebel liegt und oft (erst) über Beschwerden angesprochen wird, was dann sehr belastend sein kann.

Gerade bei Befindlichkeitsstörungen im Bereich Becken und Beckenbodengesundheit greift man zu kurz, wenn man die beeinflussenden Strukturen und Faktoren (Stichwort: Mechanik des Beckens, Haltung, Atmung) außen vor lässt. Dafür verzahnen sich hier zu viele Dinge, wie man in Dissektionskursen ganz eindrücklich sieht: Bauch, Beine, Gesäß, Rücken, Atmung. Über das Muskel-/Fasziensystem sind diese miteinander verbunden und treffen im Beckenboden aufeinander.

Das sollten wir nutzen, wenn wir in und mit diesem Bereich arbeiten, denn diese Strukturen unterstützen uns dabei, dem Beckenboden zusätzlichen Halt zu geben und ihn zu entlasten!

Das ist komplex. Ja. ABER Komplexität muss nicht kompliziert sein 😊

04.04.2024 Beckenboden: Wer ist Gabriele Klecok

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Gabriele Klecok
Gabriele Klecok

Kurzvita

Ich bin Gabriele Klecok. Seit über 25 Jahren darf ich Menschen für Bewegung begeistern.

Fokussiert habe ich mich auf funktionale Bewegung und dynamische Haltung, was mich zu Pilates als Bewegungsrepertoire geführt hat.

Um die Grundlagen von Bewegung zu verstehen, führten mich meine Fortbildungen in die Biomechanik und Anatomie (inkl. Sektionssaal).

In der Bewegungspädagogik der Franklin-Methode kam für mich alles zusammen, was meine Tätigkeit bereichert und vertieft hat: Wissen und Vermittlung anatomischer/biomechanischer Funktionen; ein pädagogischer Ansatz, der dieses Wissen bildhaft und praktisch bewegt vermittelbar macht; Vertiefung der Körper- und Bewegungswahrnehmung; Kreativität und Bewegungsfreude; den Körper als System begreifen, erleben und dynamisch funktional bewegen.

Das Kraft- und Bewegungszentrum “Becken” hat mich mit seinen Gelenken, Muskeln, Faszien und Organen direkt in seinen Bann gezogen.  Und aus meiner beruflichen Entwicklung und Erfahrung hat sich so natürlicherweise ergeben, dass das Thema “Beckenbodengesundheit” in meinem Vermittlungsrepertoire einen zentralen Raum einnimmt, dem ich ein eigenes Programm gewidmet habe: „Beckenbodengesundheit mit System“.

Mein Wunsch für den Beckenboden? Dass er nicht erst in den Fokus rückt, wenn Beschwerden auftauchen, sondern dass wir dieses so elementare muskulär-fasziale System im Zentrum unseres Körpers genauso gut kennen wie unseren Bizeps und ihn ebenso selbstverständlich seinen Funktionen entsprechend trainieren. So gelingt „Beckenbodengesundheit“ – ein Leben lang.  

Hier findest Du Gabriele: https://gabriele-klecok.de/

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